Übergreifendes Betriebliches Mobilitätsmanagement für den Dortmunder Hafen
Die Stadt Dortmund entwickelt ein integriertes Mobilitätskonzept für das 170 Hektar große Hafengebiet, in dem rund 160 Unternehmen mit über 5.000 Beschäftigten ansässig sind. Die aktuelle ÖPNV-Anbindung ist nicht überall ausreichend und die Nutzungszahlen sind gering. Gemeinsam mit der im Gebiet ansässigen Dortmunder Hafen AG und unter Beteiligung vieler Unternehmen soll die Erreichbarkeit der Unternehmen verbessert, nachhaltige Mobilitätsformen gestärkt und der Standort für bestehende und neue Unternehmen und Beschäftigte attraktiver gemacht werden.
Kommunengröße
612.000
Raumtyp
Oberzentrum
Projektgebiet
Dortmunder Hafen
Größe
170 ha
Unternehmen im Projektgebiet
160
Mitarbeitende im Projektgebiet
5.000
Mobilitätsmanagement im Dortmunder Hafen nimmt Fahrt auf
Sommer 2026 – In Dortmund wurden im Rahmen von ways2work wichtige Maßnahmen angestoßen. Ein Mobilitätsmanager koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Unternehmen und begleitet die Umsetzung im Hafengebiet.
Ein Schwerpunkt ist die geplante Fahrradachse zwischen Hauptbahnhof und Hafen. Der Förderantrag wurde im Mai 2026 eingereicht; erste Markierungsarbeiten sind für Anfang 2027 vorgesehen. Für Hafen-Ost wurde außerdem ein Bewohnerparkkonzept mit neuen Parkregelungen entwickelt.
Mobilitätsbefragungen wurden bereits in neun Unternehmen durchgeführt. Sie helfen dabei, Bedarfe zu erkennen und passende betriebliche Maßnahmen zu entwickeln. Darüber hinaus haben zehn Teilnehmende aus acht Unternehmen einen Zertifikatslehrgang zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement bei der IHK BEMO absolviert. Die Prüfung war für September 2026 vorgesehen.
Damit schafft ways2work Dortmund eine solide Grundlage für nachhaltige betriebliche Mobilität und eine bessere Erreichbarkeit des Hafens.









Ziele des Projektes
- Aufbau eines kooperativen Mobilitätsmanagements im gesamten Dortmunder Hafen
- Verlagerung von Pkw-Fahrten hin zu ÖPNV, Rad- und Sharing-Angeboten
- Schaffung sicherer und attraktiver Mobilitätsangebote im Hafengebiet
- Berücksichtigung künftiger Hafenentwicklungen in der Mobilitätsplanung
Herausforderungen und Lösungen
Herausforderungen
- Lückenhafte ÖPNV-Erschließung im inneren und nördlichen Hafen
- Räumliche Barrieren durch Hafenbecken
- Schichtzeiten passen nicht zu Fahrplänen
- Radwege fehlen oder sind unattraktiv
- Schwerlastverkehr erhöht das Unfallrisiko
- Große räumliche Ausdehnung und viele z.T. kleine Unternehmen
- Keine Sharing-Angebote verfügbar
Maßnahmen
- Verbesserung des ÖPNV durch Bedarfsanpassungen
- Neue durchgängige Fahrradachse vom Dortmunder Hauptbahnhof bis in den Hafen
- Ausbau von Sharing-Angeboten (z. B. Fahrräder, E-Scooter)
- Einführung einer Bewohnerparkzone an den Quartiersrändern
- Aufbau eines dauerhaften Mobilitätsmanagements auch für zukünftige Unternehmensansiedlungen
- Einrichtung einer Stelle für Mobilitätsmanagement für ways2work in Kooperation mit der Dortmunder Hafen AG
Unser Ziel ist es, attraktive Angebote wie das Deutschlandticket und Dienstradleasing in mehr Unternehmen zu etablieren sowie Kooperationen zwischen den Betrieben zu fördern. Davon profitieren nicht nur die Unternehmen durch gesteigerte Arbeitgeberattraktivität, sondern auch die Beschäftigten, die flexibler, kostengünstiger und umweltfreundlicher zur Arbeit kommen können.
Philipp Schmidt - Mobilitätsmanager für das Projektgebiet
Verbesserungswünsche der befragten Beschäftigten
Der Anteil, der sich für eine Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs ausspricht, ist mit 38,3 % hoch. Dies verdeutlichet die Dringlichkeit, mit der das Defizit begegnet werden sollte. Gleichzeitig spielen Verbesserungen im Bereich Fahrrad mit 23,1 % eine eher geringere Rolle.
Kontakt
Philipp Schmidt
Mobilitätsmanager Dortmunder Hafen
(Stadt Dortmund / Stadtplanungs- und Bauordnungsamt)