Bus- und Radinfrastruktur für Gewerbegebiet "Friedrich der Große"
Im Gewerbegebiet Friedrich der Große in Herne sind vor allem Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und in der Logistik ansässig. Viele Beschäftigte arbeiten in Schichtsystemen, an deren Zeiten die ÖPNV-Anbindung vom einige Kilometer entfernten Bahnhof nicht optimal abgestimmt ist. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Erreichbarkeit durch den Umweltverbund zu verbessern, insbesondere durch den Ausbau von Busangeboten und attraktiver Radinfrastruktur. Die Stadt, der Verkehrsbetrieb HCR, die städtische Wirtschaftsförderung und ansässige Unternehmen arbeiten dabei eng zusammen.
Kommunengröße
158.000
Raumtyp
Mittelzentrum
Projektebiet
Gewerbegebiet „Friedrich der Große“
Größe
51 ha
Unternehmen im Projektgebiet
30
Mitarbeitende im Projektgebiet
3.500

















Ziele des Projektes
Bessere zeitliche Erreichbarkeit der Arbeitsstätten durch auf Schichtzeiten abgestimmte Busverbindungen
Stärkung des Umweltverbunds (Fahrrad, Bus, Fuß) als Alternative zum Auto
Förderung betrieblicher Mobilitätsangebote (z. B. Dienstradleasing)
Aktivierung vieler Unternehmen, einschließlich kleiner Betriebe, durch Netzwerkformate und persönliche Ansprache
Herausforderungen und Lösungen
Herausforderungen
- Hohe Pkw-Nutzung trotz vorhandener Alternativen; ÖPNV für Schichtarbeitende oft unpassend
- Schwache Radverkehrsinfrastruktur und geringe Fahrradverfügbarkeit unter Beschäftigten
- Aktivierung und Einbeziehung kleinerer Betriebe in das kooperative Mobilitätsmanagement
Maßnahmen
- Taktverdichtung und Optimierung der Buslinien anhand der Schichtzeiten; Einrichtung zusätzlicher Haltestellen
- Ausbau der Radinfrastruktur und Schaffung attraktiver, sicherer Wege ins und im Gewerbegebiet
- Dienstradleasing, neue Radabstellanlagen und Ladepunkte für Pedelecs
- Kooperatives Mobilitätsmanagement mit regelmäßigen Unternehmensnetzwerktreffen, Rundmails und aktiver Ansprache
- Qualifizierung betrieblicher Mobilitätsbeauftragter und begleitende Öffentlichkeitsarbeit
- Lehrgänge zum Mobilitätsmanagement für Unternehmen im Gebiet Friedrich der Große
- Dauerhafte Institutionalisierung von Mobilitätsmanagement in der Stadtverwaltung Herne über eine zusätzliche Stelle
Wünsche der Beschäftigten
Viele Beschäftigte wünschen sich eine Verbesserung im Bereich des Öffentlichen Verkehrs und des Fahrrads, insbesondere eine bessere Bus- und Bahnanbindung, eine Abstimmung der Arbeitszeiten mit den ÖV-Angeboten und überdachte Fahrradabstellanlagen.
Wir wollen das Mobilitätsmanagement an die Mobilitätsbedürfnisse der Beschäftigten ausrichten und versuchen, dass nachhaltigere Mobilitätslösungen eingeführt werden. Und wir möchten zeigen, dass es nicht nur für die Nachhaltigkeit positive Auswirkungen hat, sondern auch für die Beschäftigten und die Kosten für die Mobilität reduziert werden können.
Melina Albrecht