Herne: Bessere Erreichbarkeit für Schichtarbeitende im Gewerbegebiet

Auf einen Blick

Kommunengröße
ab 100.000

Raumkategorie
Mittelzentrum

Projektpartner
14

Themengebiete

  • ÖPNV
  • Mobilstation
  • Digitalisierung
  • Finanzielle Anreize für
    nachhaltige Mobilität

Ausgangslage und Herausforderungen

Der Wettbewerbsbeitrag bezieht sich auf das Gewerbegebiet „Friedrich der Große“ am Rhein-Herne-Kanal. Die Anbin-dung an den öffentlichen Personennahverkehr ist vorhanden, jedoch für die Beschäftigten in Schichtarbeit nicht geeig-net. Leihräder und E-Scooter stehen im Projektgebiet zur Verfügung, die Radverkehrsinfrastruktur ist jedoch nicht aus-reichend attraktiv. Rund zwei Drittel der dort Beschäftigten nutzen daher den PKW für den Arbeitsweg, auch weil kos-tenlose Parkplätze ausreichend zur Verfügung stehen.

Lösungsvorschläge im Feinkonzept

Ziel des Beitrags ist es, die genannten Mängel bei der Erschließung mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu beheben und ein überbetriebliches Mobilitätsmanagement im Projektgebiet einzuführen. Zur Umsetzung des Ziels sieht das Konzept 32 Einzelmaßnahmen vor, die den Schwerpunktkategorien ÖPNV, Rad- und Fußverkehr, MIV und „Service“ zugeordnet sind. Zudem werden die Ziele betrieblicher Gesundheitsvorsorge berücksichtigt. Dieser umfangreiche und auf verschiedene Verkehrsmittel ausgerichtete Maßnahmenmix kombiniert bauliche Maßnahmen und Mobilitätsmanagement sinnvoll miteinander. Er zielt vorrangig auf die Verlagerung von Wegen weg vom PKW und hin zum ÖPNV, Fuß- und Radverkehr ab. Verbleibender PKW/Lkw-Verkehr soll verträglich gestaltet werden. Die Maßnahmen sind als Steckbriefe aufbereitet. Für jede Maßnahme werden die erwarteten Effekte nach den Wirkungsdimension Verlagerung, Reduzierung von Emissionen, Kosteneinsparung dokumentiert. Weiterhin ist eine Forschungsbegleitung während der Umsetzungsphase vorgesehen.

Die Innovationskraft des Konzepts liegt in der Stärkung kooperativer Prozesse des Mobilitätsmanagements und der eindeutigen und transparenten Benennung der Verantwortlichen für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Die baulichen Maßnahmen liegen mehrheitlich in der Verantwortung städtischer Akteure, die Maßnahmen im Bereich “Service” mehrheitlich im Verantwortungsbereich der Unternehmen. In diesen Bereich fallen unter anderem kommunikative und partizipative Ansätze wie regelmäßige Informationskampagnen und Fortbildungen.

Das Projekt ist als Pilotprojekt angelegt und die Übertragung auf weitere Gewerbegebiete in Herne ist geplant. Bei den beteiligten Unternehmen handelt es sich zudem oftmals um Zweigstellen (inter-)national agierender Unternehmen, was Ausstrahlungseffekte des betrieblichen Mobilitätsmanagement innerhalb der Unternehmen begünstigen kann.

Auszeichnung des Grobkonzepts für Stufe 2
Eine Jury aus Expert*innen aus Verwaltung, Praxis und Wissenschaft entscheidet, welche der 22 Projekte und Grobskizzen genügend Potenzial für die zweite Stufe erkennen lassen. Herne schafft es mit seinen Partnern in Stufe 2.
Freigabe des Feinkonzepts + Start in die Umsetzung
Die Förderanträge für Einzelmaßnahmen wurden bis Ende März 2024 eingereicht. Seitdem läuft die Umsetzungsphase, die bis zum Ende des Jahres 2027 andauert. Die Umsetzung der Feinkonzepte erfolgt über zeitlich gestaffelte und nach Förderzweck getrennte Förderanträge.
Das Konzept sieht einen umfangreichen und auf verschiedene Verkehrsmittel ausgerichteten Maßnahmenmix vor, der bauliche Maßnahmen und Mobilitätsmanagement sinnvoll miteinander kombiniert. Die Verantwortlichkeit ist zwischen Stadt und Unternehmen aufgeteilt, Verantwortliche für die einzelnen Maßnahmen werden eindeutig und transparent benannt.
April 2023
März 2024
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Bilder: MUNV NRW / Mark Hermenau

Für Kommunen:
0221 20808–739

Für Unternehmen:
0231 5417–147