Hövelhof

Mobilitätsmanagement für den ländlichen Raum

Hövelhof zeigt, dass kooperatives Mobilitätsmanagement auch in ländlich geprägten Räumen ein zielführender Ansatz sein kann. Im Gewerbegebiet Hövelhof Nord sollen innovative Mobilitätsangebote aufgebaut werden, die Beschäftigten eine Wahl neben dem Auto ermöglichen. Besonders der Radverkehr hat hier durch die regionale Radfahrkultur bereits einen hohen Stellenwert, doch ergänzende Alternativen wie Sharing-Systeme, Shuttle-Angebote und Mobilstationen fehlen noch. Unternehmen treiben das Projekt aktiv mit voran, auch weil sie im Wettbewerb um Fachkräfte zunehmend auf gute Erreichbarkeit angewiesen sind.

Kommunengröße

16.000

Raumtyp

Grundzentrum

Projektgebiet

Gewerbe- und Industriegebiet Nord Hövelhof

Größe

98

Unternehmen im Projektgebiet

40

Mitarbeitende im Projektgebiet

2.000

Gute Fortschritte bei nachhaltiger Mobilität in Hövelhof

Sommer 2026 – Das ways2work-Projekt der Sennegemeinde Hövelhof zeigt zur Halbzeit im Sommer 2026 eine positive Entwicklung. Besonders die neuen und verbesserten ÖPNV-Angebote werden gut angenommen: Durchschnittlich nutzen rund 100 Beschäftigte pro Tag die Verbindungen zu den Hövelhofer Gewerbe- und Industriestandorten. Bis Juni 2025 wurden 31 Jobtickets ausgegeben. Die durchschnittliche Auslastung der Linie R20 ist seit Januar 2025 um 46 Prozent gestiegen.

Auch das Holibri-Angebot auf der Linie HH2 zwischen Espeln und Staumühle verzeichnet eine wachsende Nachfrage. Insgesamt wurden bereits mehr als 15.000 Fahrgäste befördert. Auf der Linie HH1 zwischen Riege und Klausheide gehört die Haltestelle am Unternehmen heroal zu den am stärksten genutzten Stationen. Die Buchungsdaten zeigen, dass das Angebot insbesondere für Arbeitswege genutzt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit den örtlichen Unternehmen. Gemeinsam mit der IHK wurden diese über Möglichkeiten des Betrieblichen Mobilitätsmanagements informiert.

Die ursprüngliche Idee ist tatsächlich von den Firmen ausgegangen!

Ziele des Projektes

  • Verbreiterung der Mobilitätsoptionen für Beschäftigte

  • Aufbau eines kooperativen Mobilitätsmanagements zwischen Kommune und Unternehmen

  • Stärkung des Radverkehrs als bereits gut genutzte Alternative

  • Einführung innovativer On Demand Angebote

  • Unterstützung der Fachkräftesicherung durch bessere Erreichbarkeit nichtmotorisierter Beschäftigter

Herausforderungen und Lösungen

  • Noch dominanter Pkw-Anteil trotz hoher Radnutzung
  • Kaum vorhandene Fahrgemeinschaften und fehlende Sharing-Systeme
  • Begrenzte Verfügbarkeit von Fahrrädern bei Beschäftigten in einzelnen Betrieben
  • Bisher geringe formale Beteiligung der Beschäftigten an der Gestaltung von Maßnahmen
  • Hoher Bedarf an Koordination, da Projekt stark durch wenige einzelne kommunale Akteur*innen getragen wird
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  • Verbesserung der Linienbusanbindung
  • ergänzendes On-Demand Angebot „Holibri“, das außerhalb der Fahrzeiten genutzt werden kann
  • Aufbau von Mobilstationen mit Bike-Sharing, E-Scootern und Ladeinfrastruktur
  • Mobilitätsbudget für Beschäftigte als freiwillige Arbeitgeberleistung
  • Ergänzende betriebliche Maßnahmen wie Dienstradleasing, neue Radabstellanlagen und Pedelec-Ladestationen

Fahrradfreundliches Mindset in Hövelhof

Die Befragten in Hövelhof zeigen eine starke Wertschätzung für das Fahrrad, noch vor dem Auto. Der Öffentliche Verkehr wird hingegen eher kritisch gesehen. Dennoch besteht grundsätzliche Offenheit für neue Mobilitätsangebote – vor allem für Fahrgemeinschaften, E-Bikes und sogar E-Scooter-Sharing, das in Hövelhof überdurchschnittlich positiv bewertet wird. Insgesamt zeigt sich ein hohes Potenzial für Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs und zur Stärkung gemeinschaftlicher oder multimodaler Mobilität.

Alle Ergebnisse der Befragung

Kontakt

Moritz Pucker

Klimaschutzmanager