Mobilitätsmanagement für den ländlichen Raum
Hövelhof zeigt, dass kooperatives Mobilitätsmanagement auch in ländlich geprägten Räumen ein zielführender Ansatz sein kann. Im Gewerbegebiet Hövelhof Nord sollen innovative Mobilitätsangebote aufgebaut werden, die Beschäftigten eine Wahl neben dem Auto ermöglichen. Besonders der Radverkehr hat hier durch die regionale Radfahrkultur bereits einen hohen Stellenwert, doch ergänzende Alternativen wie Sharing-Systeme, Shuttle-Angebote und Mobilstationen fehlen noch. Unternehmen treiben das Projekt aktiv mit voran, auch weil sie im Wettbewerb um Fachkräfte zunehmend auf gute Erreichbarkeit angewiesen sind.
Kommunengröße
16.000
Raumtyp
Grundzentrum
Projektebiet
Gewerbe- und Industriegebiet Nord Hövelhof
Größe
98
Unternehmen im Projektgebiet
40
Mitarbeitende im Projektgebiet
2.000













Ziele des Projektes
Verbreiterung der Mobilitätsoptionen für Beschäftigte
Aufbau eines kooperativen Mobilitätsmanagements zwischen Kommune und Unternehmen
Stärkung des Radverkehrs als bereits gut genutzte Alternative
Einführung innovativer On Demand Angebote
Unterstützung der Fachkräftesicherung durch bessere Erreichbarkeit nichtmotorisierter Beschäftigter
Herausforderungen und Lösungen
Herausforderungen
- Noch dominanter Pkw-Anteil trotz hoher Radnutzun
- Kaum vorhandene Fahrgemeinschaften und fehlende Sharing-Systeme
- Begrenzte Verfügbarkeit von Fahrrädern bei Beschäftigten in einzelnen Betrieben
- Bisher geringe formale Beteiligung der Beschäftigten an der Gestaltung von Maßnahmen
- Hoher Bedarf an Koordination, da Projekt stark durch wenige einzelne kommunale Akteur*innen getragen wird
Maßnahmen
- Verbesserung der Linienbusanbindung
- ergänzendes On-Demand Angebot „Holibri“, das außerhalb der Fahrzeiten genutzt werden kann
- Aufbau von Mobilstationen mit Bike-Sharing, E-Scootern und Ladeinfrastruktur
- Mobilitätsbudget für Beschäftigte als freiwillige Arbeitgeberleistung
- Ergänzende betriebliche Maßnahmen wie Dienstradleasing, neue Radabstellanlagen und Pedelec-Ladestationen
Wir haben uns die Modal-Split-Daten angeguckt und gedacht: Was ist denn realistisch, was man in wenigen Jahren schaffen könnte? Es wurde gar nicht mehr in Frage gestellt, dass das Ziel ist, möglichst nachhaltige Mobilität zu schaffen.
Anja Althoff – Radverkehrsbeauftragte und Mobilitätsmanagerin