Revitalisierung vom Gewerbegebiet Unterfeldhaus als Blaupause für den Kreis
Im Gewerbegebiet Unterfeldhaus in Erkrath sind 167 Unternehmen mit rund 3.400 Beschäftigten ansässig, viele davon international und wissensintensiv. Obwohl der ÖPNV-Anteil mit 14 % vergleichsweise hoch ist, dominiert weiterhin der Pkw-Verkehr, insbesondere wegen langer Wege zwischen Haltestellen und Arbeitsstätten. Das Projekt zielt darauf ab, ÖPNV, Radverkehr und Sharing-Angebote deutlich auszubauen und die „letzte Meile“ zu verbessern. Gleichzeitig dient Unterfeldhaus als Modellstandort für eine kreisweite Strategie: Maßnahmen sollen als Blaupause für andere Gewerbegebiete dienen, die der Kreis im Rahmen einer Revitalierungsstrategie ertüchtigen will.
Kommunengröße
46.000
Raumtyp
Mittelzentrum
Projektebiet
innerstädtische Klinikstandorte
Größe
150
Unternehmen im Projektgebiet
67
Mitarbeitende im Projektgebiet
3.400








Ziele des Projektes
Verbesserung der Erreichbarkeit des Gewerbegebiets durch ÖPNV, On-Demand und Radverkehr
Reduzierung des Pkw-Anteils und effizientere Flächennutzung
Kooperatives Mobilitätsmanagement von Kreis, Stadt und Unternehmen aufbauen
Stärkung der „letzten Meile“, um Wege zwischen Haltestellen und Betrieben zu verkürzen
Vorbereitung eines Roll-outs auf andere Gewerbegebiete im Kreis Mettmann
Herausforderungen und Lösungen
Herausforderungen
Hoher Pkw-Anteil trotz relativ guter ÖPNV-Anbindung
Lange Fußwege von Bushaltestellen zu den Arbeitsstätten („letzte Meile“)
Radverkehr bislang kaum genutzt
Hoher Flächenverbrauch durch parkende Fahrzeuge im Gebiet
komplexe Koordination vieler kreisweiter, kommunale und privatwirtschaftlicher Akteur*innen
Maßnahmen
Optimierung des ÖPNV-Angebots (u. a. Verlängerung von Buslinien, Taktverdichtungen und bessere Anbindung an Bahnhöfe)
On-Demand-Verkehre als flexible Ergänzung des Linienverkehrs
Ausbau der Veloroute Wuppertal – Kreis Mettmann – Düsseldorf und bessere Radinfrastruktur im Gebiet
Einführung von Sharing-Angeboten (Carsharing, Bikesharing) an Mobilstationen
Kommunikations- und Informationskampagne zur Aktivierung der Unternehmen und Vorbereitung des kreisweiten Roll-outs
Einrichtung einer Stelle für Mobilitätsmanagement in der Kreisverwaltung über die Projektlaufzeit
Die gemeinsame Arbeit von Kreiswirtschaftsförderung, der Stadt und den Planungsämtern – also amtsübergreifend auch über verschiedene Ebenen – das ist durchaus innovativ und richtungsweisend.
Matthäus Bialasinski – Wirtschaftsförderung Kreis Mettmann